Nach dem 2. Weltkrieg wächst Hermannstein wie kaum eine andere Gemeinde im Kreis Wetzlar. Es sind nicht nur viele Heimatvertriebene, die hier Wohnraum suchen, sondern auch Arbeiter und Angestellte, die aufgrund der Nähe zur Industriestadt Wetzlar einen Bauplatz bei ihrem Arbeitsplatz suchen.

1955 wird ein Flächennutzungsplan erstellt, der zu einer erheblichen Ausweitung der besiedelten Fläche Hermannsteins führt.

Ab 1960 werden die Straßen "Grüner Weg", "Am weißen Stein" und die Schulstrasse bebaut. Nördlich der Otto-Wels-Strasse beginnt ab 1961 die Errichtung der Röchling-Siedlung. Insbesondere durch die "Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft" werden hier viele Mehrfamilienhäuser erbaut, die bis 1970 über 600 Menschen eine neue Wohnung bieten. Im Osten Hermannsteins wird ein weiteres Baugebiet mit 60 Bauplätzen erschlossen. Ab 1964 entstehen hier die Friedenstrasse, der Altvaterweg, der Oderweg und die Strasse "Am Hundsrück" 

Wenn man ermessen möchte, wie schnell Hermannstein im letzten Jahrhundert gewachsen ist, sollte ein Blick auf die nachfolgende Fotografie nicht fehlen. Sie zeigt Hermannstein nach dem 1. Weltkrieg.

Die Fotografie entstand auf dem heute längst bebauten Linsenberg. (1) Die 1911 erweiterte Schule (2) ist als größtes Gebäude vorne rechts zu erkennen. In den Wiesen (3) befindet sich heute ein Gewerbegebiet (Autohaus, Wäscherei usw.).Im Hintergrund (4) sieht man den Galgenberg und vor dem Galgenberg die größte Neubaufläche Hermannsteins (5). Die Straße nach Wetzlar (6) wird von hölzernen Stromleitungsmasten gesäumt.

 Zurück zur Karte