Die Hermannsteiner Burg

Die Erbauung der Hermannsteiner Burg geht auf Streitigkeiten, Zwist und Kampf um Einfluss zwischen der Reichsstadt Wetzlar, den Grafen von Solms und den Landgrafen von Hessen zurück.

Als Graf Johann von Solms 1375 mit Reitern in die Stadt Wetzlar eindrang, um einen innerstädtischen Streit zu schlichten, wollte er zugleich auch der Schutzherr der Reichsstadt werden. Da die Wetzlarer aber immer sehr eng mit Hessen verbündet waren, entschloss sich der Hessische Landgraf  Hermann, vor den Toren der Stadt Wetzlar eine Burg auf dem Gebiet der Solmser zu bauen. Diese Burg war der 'Hermannstein'.

Der Bau der Burg fand in den Jahren ab 1375 statt, wovon uns einige Urkunden aus1377 und 1378 berichten. 1379 fiel durch einen Friedensvertrag das ehemalige solmsische Gebiet, auf dem der Hermannstein erbaut wurde, an Hessen. 

Das nebenstehende Bild zeigt eine Ansicht der Burg aus dem Jahre 1606. Man sieht, dass die Burg aus 2 Teilen besteht. Da ist zum einen der eigentliche Wehrturm, der auch heute noch weithin sichtbar ist. Rechts davon befindet sich die Unterburg, deren oberes Geschoss aber abgerissen wurde. Vor der Burg befand sich die kleine Siedlung, aus der Hermannstein hervorgegangen ist. Diese Siedlung hatte vor der Errichtung der Burg den Namen 'Mühlenheim'. Näheres zur Burg und ihrer Geschichte gibt es hier

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